Birgit Schmidt-Harder

Birgit Schmidt-Harder

20 Jahre Freunde des Regio Klinikums Pinneberg

Der Förderverein des Regio Klinikums Pinneberg feiert am 5. November sein 20-jähriges Bestehen. Die Pinnebergerin sprach mit seiner langjährigen Vorsitzenden Ingeborg Triskatis (Foto oben) über seine Anfänge, seine Leistungen und darüber, warum auch Sie sich den 5. November abends freihalten sollten.

„Wir Pinneberger wollten auch ein modernes Klinikhaus.“

Frau Triskatis, der Förderverein „Freunde des Regio Klinikums Pinneberg“ wurde am 5. November 1998 gegründet. Dieses Jahr feiert er seinen 20. Geburtstag. Wie ist es zu der Gründung gekommen?

Im Pinneberger Krankenhaus fehlte es damals an vielem. Glauben Sie mir, ich weiß das genau, ich habe dort 1990 mein jüngstes Kind bekommen. Das, was man heute als Standard kennt – maximal Zwei-Bett-Zimmer, sanitäre Einrichtungen auf dem Zimmer  – davon war das Pinneberger Krankenhaus weit entfernt. Das alte Klinikhaus war ein Bauhaus-Haus von 1929. Und genauso sah es auch von innen noch aus. Und als Elmshorn dann in den 1980er Jahren das schöne neue Krankenhaus bekam, wollten wir Pinneberger auch gern so ein modernes Klinikhaus.

Und was ist dann passiert?

Wir gründeten vor 32 Jahren die Bürgerinitiative BINK – Bürgerinitiative für ein neues Krankenhaus. Wilde Zeiten waren das. Die Gemüter kochten ziemlich hoch. Die BINK wollte gern einen Neubau. Als dann der Beschluss fiel, am Fahlt anzubauen, haben wir die BINK eingestellt. Unser Ziel war ja gewissermaßen erreicht. Aber dann rief mich der damalige Leiter, Professor Dr. Hartmut Nolte an und fragte, ob wir nicht einen Förderverein ins Leben rufen möchten. Gemeinsam mit dem leider viel zu früh verstorbenen damaligen SPD-Landtagsabgeordneten Bernd Schröder und dem damaligen Propst Dr. Sigo Lehming warb Professor Nolte intensiv für diese Idee in der Stadt. Mit Erfolg. 45 Pinneberger trafen sich am 5. November in der alten Klinik-Cafeteria und gründeten den „Verein der Freunde des Regio Klinikums Pinneberg“.

„Damals konnten wir mit 27.000 D-Mark starten.“

Wer übernahm den Vorsitz?

Dr. Lehming. Ich wurde zur Stellvertreterin gewählt und Bernd Schröder zum Beisitzer. Viele Unternehmen und auch viele Bürger spendeten sofort und gewährten uns so eine Anschubfinanzierung. So gab die Kreissparkasse zum Beispiel 10.000 D-Mark, der A. Beig-Verlag 2.000 D-Mark und etliche Pinneberger zwischen 500 oder sogar 1000 D-Mark. Sie waren alle so großzügig, so dass wir mit 27.000 D-Mark starten konnten.

Was ist das Vereinsziel?

Wir möchten zum Wohle der Patienten und der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Klinikums wirken. Wir wollen die Akzeptanz der Klinik in der Bevölkerung stärken und uns dort einsetzen, wo die finanziellen Mittel von Staat und Krankenkasse nicht ausreichen.

Insgesamt Spenden in Höhe von 500.000 Euro generiert

 Wie viele Mitglieder hat der Verein heute?

Knapp 300. Und neue Mitglieder sind jederzeit herzlich willkommen. Auch Firmen und Vereine können Mitglied bei uns werden. Der Mindestbeitrag liegt bei 30 Euro im Jahr. Wir würden uns sehr freuen.

Wie viel Geld können/dürfen Sie im Jahr ausgeben?

Unser Etat liegt zwischen 15.000 und 20.000 Euro im Jahr. Seit unserer Gründung vor 20 Jahren haben wir mehr als 500.000 Euro an Spenden generiert, mit denen wir unser Klinikum fördern und unterstützen konnten.

Zahlreiche Projekte finanziert

Was brauchte es damals als Allererstes im Klinikum?

Zu den ersten Anschaffungen gehörte ein besonderes Mikroskop. Und Matratzen, die das Wundliegen verhindern. Als der Neubau eingeweiht wurde, hat der Verein 35 automatische Betten bezahlt. 150.000 D-Mark haben wir dafür ausgegeben. Wir haben den Raum der Stille (vgl. Foto oben) initiiert und unterstützt, der 2007 fertiggestellt wurde. Auch dank vieler Handwerkerspenden wie zum Beispiel von der Firma Maler Grill, die alle Maler- und Bodenarbeiten kostenlos übernommen hat. Auf der Kinderstation haben wir Schlafsessel und Klappbetten für die Eltern angeschafft. Und Spezialbettchen und Nestchen für Neugeborene. Der Verein hat auch die Ausbildung der Grünen Helfer zu Demenzlotsen finanziert, er kommt für die Stillberatung auf, die Klinikclowns, die seit 2013 alle 14 Tage ins Krankenhaus kommen, und bezahlte ein Deeskalationstraining für die Mitarbeiter in der Notaufnahme. Wir kümmern uns auch um die jährliche Advents- und Weihnachtsdekoration in der Klinik und haben sogenannte Tröste-Teddys (siehe unten) besorgt, die an kleine Patienten verschenkt werden. Außerdem haben wir die Cafeteria neu eingerichtet und die Errichtung der Babyklappe gefördert.

Besonderes Konzert für alle Pinneberger geplant

Sie unterstützen auch Kunstausstellungen im Krankenhaus. Welche Kunst kann man gerade im Klinikum sehen?

Im Erdgeschoss werden derzeit Fotografien von Marzena Brandt, Gabriela Vanselow und Anika Börries zum Thema „Land – Licht – und Meer“ gezeigt. Im dritten Stock gibt es farbenprächtige Bilder von Cornelia Diegmann und Detlev Carsten Schmidt.

Was muss ich als Künstler tun, um im Klinikum ausstellen zu dürfen?

Man muss sich einfach bei uns bewerben. Jeder Künstler kann das tun. Wir suchen gemeinsam mit der Klinikleitung aus und entscheiden, wer wann und wo und wie lange ausstellen darf.

Gisela Meyer-Hahn und Quartonal

Wie werden Sie Ihr 20-jähriges Bestehen dieses Jahr feiern?

Mit einem großen Benefiz- und Jubiläumskonzert am 5. November in der Christuskirche an der Bahnhofstraße in Pinneberg. Es wird ein ganz besonderes Konzert werden: Denn anstelle einer Festschrift schenken wir Pinneberg ein eigens für diesen Abend geschaffenes visuelles  – unhörbares – Lichtkonzert, das die Kirche umkleidet. Gisela Meyer-Hahn hat es extra auf der Basis der Musiken von Débussy komponiert. Zweimal anderthalb Stunden lang können die Pinneberger dieses einzigartige Lichtkonzert an der Kirche sehen und genießen. Umsonst! Von 17.30 bis 19 Uhr. Und von 21 bis 22.30 Uhr.

Ab 19 Uhr lädt der Verein dann zu einem Konzert des A-capella-Ensembles Quartonal in die Christuskirche ein. Die vier jungen Sänger haben ihre Wurzeln bei den Chorknaben Uetersen und im Neuen Knabenchor Hamburg. Der Kartenverkauf für das Quartonal-Konzert startet am Montag, 1. Oktober. Die Karten kosten 18 Euro (VVK). Es gibt sie im Bücherwurm, in der Apotheke Waldenau und im Klinikum. In der Pause werden wir die Gäste zu einem Umtrunk bitten. Vielleicht sogar im Freien. Wenn das Wetter mitspielt. Kommen Sie! Der Förderverein des Regio Klinikums freut sich, Sie begrüßen zu dürfen.

Termine:

5. November, 17.30 Uhr und 21 Uhr
Jubiläums-Licht-Konzert, das die Kirche umkleidet
Gisela Meyer-Hahn
Christuskirche (von außen)
Bahnhofstraße 2A
Pinneberg
Eintritt frei

5. November, 19 Uhr
Jubiläumskonzert Quartonal
Christuskirche
Bahnhofstraße 2 A
Pinneberg
Karten 18 Euro (VVK ab 1. Oktober, Bücherwurm, Apotheke Waldenau, Regio Klinikum Pinneberg)

http://foerderverein-klinikum.de/

Mitgliedsantrag unter

http://foerderverein-klinikum.de/wp-content/uploads/2017/04/Aufnahmeantrag_Förderverein.pdf

Spendenerklärung zum Download unter

http://foerderverein-klinikum.de/wp-content/uploads/2017/06/Spendenformular.pdf

Spendenkonto:

VR-Bank Pinneberg
IBAN DE61 2219 1405 0050 5000  60
BIC GENODEF1PIN

oder

Sparkasse Südholstein
IBAN DE72 2305 1030 0007 5757 56
BIC NOLADE21SHO

28.09.2018

Fotos: Birgit Schmidt-Harder

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