Lions Club Pinneberg Theaterabend für Senioren Theater Rellinger Theaterverein Rellinger Hof
Birgit Schmidt-Harder

Birgit Schmidt-Harder

Der Lions Club Pinneberg lädt Senioren zum Theater ein

Für die Einwohner der Pinneberger Seniorenwohnheime ist es eine mehr als lieb gewonnene Tradition: Jedes Jahr im Frühjahr werden sie mit Bussen direkt von der Tür ihres Wohnheims abgeholt und zu einem Theaterabend nur für sie ganz allein gebracht. Egal, ob Rollstuhl oder Rollator oder stützende Hand – keiner hetzt, alle haben Zeit und nimmt den, der Hilfe bedarf, an die Hand und führt ihn zum Platz.

Für die Senioren in der Stadt

Aufregend ist es für die alten Leutchen. Und viel zu selten, dass sich jemand so viel Mühe nur für sie macht. „Aber uns ist es ein großes Anliegen, dass wir etwas für die Senioren in der Stadt tun können“, sagt Manfred Nickel, Activity-Beauftragter des Pinneberger Lions Clubs. Und der amtierende Lions-Club-Präsident Jan Dierbach ergänzt: “ Viele von uns haben noch Eltern im Seniorenalter und wissen, wie sehr diese sich, gerade wenn sie nicht mehr so können wie sie möchten, über eine schöne Abwechslung freuen.“ Und deswegen organisiert der Pinneberger Lions Club seit mehr als 25 Jahren diesen Theaterbesuch mit Herz und Seele, der für die Besucher ganz und gar umsonst ist.

Niemand wird vergessen

Mehr als 130 Seniorinnen und Senioren waren so am Dienstagabend mit eigens gemieteten Bussen begleitet von jeweils zwei Lionsfreunden in den Rellinger Hof gebracht worden. Und nach Ende des Stückes auch wieder zurück. „Keiner braucht Angst zu haben, dass er vergessen wird“, sagte Manfred Nickel. „Wir versprechen Ihnen: Sie kommen alle heil und sicher wieder nach Hause. Und wenn wir Sie mit unseren Privatautos fahren.“

Aus vielen verschiedenen Wohnheimen

Die Damen und Herren kamen aus verschiedenen Seniorenwohnheimen und -residenzen aus dem gesamten Stadtgebiet. Mit dabei: Bewohner aus dem Haus Schöne Aussicht, dem Seniorenwohnpark Bauernmühle, der Seniorenresidenz Gut Thesdorf, aus dem Diakonie-Seniorenzentrum Pinneberg, dem Seniorenpflegeheim Haus Quellental und dem Johanniter-Wohnpark an der Pinnau.

„Jungfer Julchen“

Gespielt wurde übrigens „Jungfer Julchen“ – das aktuelle und plattdeutsche Stück des Theatervereins Rellingen. Julchen ist eine junge Dame von zweifelhaftem Ruf, die um 1780 in Hamburg dem horizontalen Gewerbe nachgeht. Allerdings will sie nicht in Hamburg bleiben, sondern träumt davon, zusammen mit ihrer Haushälterin Margreet nach Paris zu reisen. Margreet ist nicht nur Haushälterin, sondern auch Freundin. Sie hilft Julchen bei ihren Geschäften und versucht sogar, den Diener Adam, einen erklärten Frauenfeind, zu verführen… Das Stück läuft noch bis zum 6. April (alle Termine auf www.theaterverein-rellingen.de).

Den Besuchern gefiel es sehr. Und auch, dass es in der Pause von den Lionsfreunden einen kleinen Sekt gab, bevor es später dann wieder sicher und geleitet nach Hause zurückging.

Info:

Lions-Mitglieder sind Männer und Frauen, die sich lokal und international engagieren und vor Ort sogenannte „Activities“ auf die Beine stellen. Activities dienen dazu, Gelder für  Projekte zu sammeln, die immer einen gemeinnützigen oder mildtätigen Charakter besitzen. Es gibt aber auch globale Initiativen für zum Beispiel die Jugend, die Gesundheit oder die Katastrophenhilfe, für die mehrere Clubs auf unterschiedlichen Ebenen zusammenarbeiten. Ein Beispiel ist das weltweite Lions-International-Programm „SightFirst“ im Kampf gegen Blindheit. Ursprünglich war die Lions-Bewegung in Deutschland eine reine Männersache. Das hat sich geändert. Heute gibt es auch viele Damen- und gemischte Clubs wie den Pinneberger Lions Club. Mitglied kann werden, wer persönlich dazu eingeladen wird.

www.lions.de

Fotos: Birgit Schmidt-Harder

29.03.2019

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