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Birgit Schmidt-Harder

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Gleitsichtbrille: Olaf Geisler von BRILLE & Kunst erklärt, worauf man achten sollte

Sie kennen das: Sie sind im Restaurant, blättern die Speisekarte auf, gucken hin, blinzeln und stellen fest, dass Ihre Arme inzwischen scheinbar leicht kurz zum Lesen sind. Wenn die Karte doch nur drei, vier Zentimeter weiter weg…

Trösten Sie sich, Sie sind damit nicht allein. Wer sich altersmäßig so um die 40 plus minus drei, vier Jahre bewegt, stellt fest, dass ein bisschen optische Unterstützung beim Lesen gar nicht schlecht wäre. Und schon ist man den ganzen Tag damit beschäftigt, die Brille auf und ab zu setzen oder hin und her zu tauschen. Und wenn Sie so weit sind, muss eigentlich eine Neue her.

„Gleitsichtbrille“ heißt die Neue dann. Doch welche braucht man? Und was für Gläser gibt es überhaupt? Und sind die nicht furchtbar teuer? Optikermeister Olaf Geisler von BRILLE & Kunst in Pinneberg erklärt, worauf es beim Kauf einer Gleitsichtbrille ankommt.

 

„Weitsichtige merken es eher.“

Woran merke ich üblicherweise, dass ich eine Gleitsichtbrille brauche?

Das ist bei den einzelnen Menschen sehr unterschiedlich. Es gibt aber bestimmte Erfahrungswerte: Brillenträger und die sogenannten Rechtsichtigen – also die, die den optischen Idealzustand für sich verbuchen können – merken meist im Alter von 45 Jahren, dass sie eine neue Brille brauchen. Weitsichtige, die bislang keine Brille gebraucht haben, merken das schon etwas eher. Kurzsichtige ohne Brille benötigen meist erst etwas später eine Gleitsichtbrille.

An wen wende ich mich dann? Muss ich zum Augenarzt? Kann der Optiker das auch einmessen?

Für die Messung der Brillenstärke ist in der Regel der Optiker der richtige Ansprechpartner. Der Augenarzt dagegen ist der erste und richtige Ansprechpartner, wenn es um die Gesundheit des Auges geht. Wenn Sie also das Gefühl haben, Sie bräuchten eine neue Brille, sollte Sie Ihr Weg zunächst zu Ihrem Augenoptiker führen. Sollten sich dabei Auffälligkeiten oder Besonderheiten am Auge zeigen, wird Sie jeder verantwortungsbewusst handelnde Augenoptiker sofort zum Augenarzt schicken.

Breite des Sichtfeldes entscheidend

Welche Arten von Gleitsichtgläsern gibt es?

Die Auswahl und die Möglichkeiten sind sehr vielfältig. Am besten bespricht man das mit einem kompetenten Augenoptiker vor Ort. Der entscheidende Unterschied zwischen den einzelnen Gleitsichtgläsern betrifft immer die Breite des Sichtfeldes. Das lässt sich aber nicht so einfach klassifizieren, weil es immer auf den Bedarf des Brillenträgers ankommt. Vereinfacht gesagt: Jedes Brillenglas mit einem stufenlosen Übergang der unterschiedlichen Sichtfelder Fernsicht, mittlere Sicht und Nahsicht ist ein Gleitsichtglas. Je nach Einsatzzweck unterscheiden sie sich. Wer viel Auto fährt, braucht eine Art Panorama-Sichtfeld für die Ferne, wer viel am Bildschirm sitzt, für den ist ein ausgeprägter mittlerer Sehbereich wichtiger.

Aus Kunststoff

Ist das Brillenglas denn aus Glas?

Nein. Das klassische mineralische Glas spielt nur noch eine untergeordnete Rolle. Die meisten modernen Brillengläser bestehen heute aus Kunststoffmaterialien. Und diese unterscheiden sich in ihrem sogenannten Brechungsindex, der eine optische Materialeigenschaft des Glases beschreibt. Je höher der Brechungsindex, desto dünner wird das Glas. Die Dünne des Glases wiederum ist auch abhängig von der jeweiligen Sehstärke. Je stärker die Kurz- oder Weitsichtigkeit, desto dicker wird das Glas. Und auch bei der Auswahl der Kunststoffmaterialien gilt: Der kompetente und ehrliche Augenoptiker wird immer das bestmögliche Material empfehlen.

Bis zu welcher Sehstärke kann man Gleitsichtgläser bekommen?

Die meisten Hersteller fertigen die Gläser bis circa +8,0 und bis -12,0 Dioptrien. Was darüber hinausgeht, muss mit dem Hersteller besprochen werden, inwieweit es technisch möglich ist.

„Man kann etwas einsparen.“

Viele sagen, eine Gleitsichtbrille sei so teuer. Stimmt das?

„Teuer“ ist ein relativer Begriff. Der Preis einer Gleitsichtbrille setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen wie Glasmaterial, Entspiegelung, Tönung und Art der Fassung. Ganz entscheidend für den Preis ist das Gleitsichtglasdesign. Je komfortabler ein Glas, also je besser die Übergänge der einzelne Sehbereiche für das Auge und je breiter die Sehbereiche, desto höher ist sein Preis. Und auch bei Brillengläsern gibt es bestimmte Brands, die ihren Preis haben. Wer nicht unbedingt Wert auf ein Markenglas legt, könnte hier beispielsweise etwas einsparen.

Wie lange braucht das Auge, um sich an eine Gleitsichtbrille zu gewöhnen?

Das hängt von vielen Faktoren ab. Wie sind die sogenannten Fernteile im Glas zentriert? Wie der Nahteil? Sind sie gut aufeinander und auf das individuelle Auge abgestimmt, so dass es keine Überlappungen beim Sehen gibt? Wie stark ist die Addition, also der Wert für die sogenannte Alterssichtigkeit, die es uns so schwer macht, Kleingedrucktes ohne Brille zu lesen? Wie „jung“ und anpassungsfähig ist das Auge noch? Wie gut ist seine Akkommodation, also die dynamische Anpassung der Brechkraft des Auges an unterschiedliche Entfernungen? Wie gut sind die Übergänge zwischen den einzelnen Sehbereichen in den Gläsern gemacht? Viele haben sich nach nur wenigen Stunden an die neue Brille gewöhnt. Bei anderen dauert es einige Tage. Wir raten immer: Wenn Sie nach einer Woche immer noch Probleme haben, kommen Sie bitte wieder vorbei.

Hält in der Regel zwei Jahre

Oft heißt es: Wenn Du die erste Gleitsichtbrille bekommst, hält die nur ein Jahr, weil das Auge sich weiter verschlechtert. Stimmt das?

Nein. Nicht unbedingt. Fakt ist allerdings, dass das Auge ab etwa 45 Jahren seine Fähigkeit verliert, sich auf nahe Objekte einzustellen. In den Jahren bis etwa Anfang 50 lässt diese Fähigkeit überproportional stark nach. Das bedeutet, dass die erste Gleitsichtbrille in der Tat nicht so lange für gute Sicht in der Nähe sorgt. Zwei Jahre sollte sie aber schon halten.

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Schutz vor Makuladegeneration

Brauche ich dann zur Gleitsichtbrille weitere Brillen? Wie eine Lese- oder eine Bildschirmbrille?

Ja, klar. Davon leben wir (lacht). Nein, Spaß beiseite. Auch hier gilt, dass es auf den Bedarf ankommt. Wer viel am Bildschirm arbeitet, kommt meist nicht an einer Bildschirmarbeitsplatzbrille vorbei – allein schon wegen des blauen Lichtanteils. In allen LED-Lichtquellen wie z. B. Monitore, Smartphones oder Tablets ist ein hoher Anteil von blauem Licht enthalten. Und momentan geht die Forschung davon aus, dass vor allem blaues Licht für die Augen schädlich sein kann und die Möglichkeit der Entstehung einer Makuladegeneration begünstigt und den Grauen Star beschleunigt. Davor schützen Brillen mit bestimmten Filtern. Ebenso sollte man sich über eine Gleitsichtsonnenbrille Gedanken machen, die vor hellem Sonnenlicht schützt.

Kann man Gleitsichtgläser in jede Fassung einbauen?

Eigentlich ja. Die Breite der Gläser spielt für eine Gleitsichtbrille keine Rolle. Lediglich nach unten braucht das Gleitsichtglas eine gewisse Länge, um den Nahbereich integrierten zu können. 

Kontakt:

BRILLE & Kunst
Olaf und Petra Geisler
Dingstätte 32A
Pinneberg

Telefon04101 8587000
E-Mail: info@brilleundkunst.de
https://www.brilleundkunst.de

Öffnungszeiten

Mo. bis Fr., 9 bis 18.30 Uhr
Sa., 9.30 bis 14 Uhr

Fotos: Birgit Schmidt-Harder, Maike Heggblum (2)

15.03.2019

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