Literarischer Menüabend Bücherwurm Pinneberg, Autor und Schauspieler Sven J. Olsson Hamburg, Fabers Kleines Gesellschaftshaus Rellingen, "No Problem, Sir! - Indische Momente", Kadera Verlag
Birgit Schmidt-Harder

Birgit Schmidt-Harder

Literarischer Menüabend mit Sven J. Olsson

Indien? Warum ausgerechnet Indien? Es gibt Länder, die haben einen weitaus besseren Leumund derzeit. Der Hamburger Schriftsteller, Regisseur und Schauspieler (es gibt nichts, was er in Sachen Literatur nicht kann) Sven J. Olsson lacht herzlich. „Indien ist so viel mehr“, sagt er.

Indien – jeden Tag eine andere Geschichte

Ein Land wie aus Tausendundeiner Nacht sei es. Oder anders herum: „Die Geschichten von Tausendundeiner Nacht stammen ursprünglich aus Indien“, sagt Sven J. Olsson. „Von dort aus sind sie in den Orient gelangt.“

Wer nach Indien reise, der erlebe jeden Tag eine andere Geschichte. „Und diese wiederum ist für jeden einzelnen anders“, sagt der Autor. Dieses Gefühl, dieses Phänomen und diese Fülle an Vielfalt habe er mit seinem Indien-Buch „No Problem, Sir! – Indische Momente“ Kadera Verlag, 22 Euro) beschreiben wollen.

Literarischer Menüabend Bücherwurm Pinneberg, Autor und Schauspieler Sven J. Olsson Hamburg, Fabers Kleines Gesellschaftshaus Rellingen, "No Problem, Sir! - Indische Momente", Kadera Verlag

Eine kulinarische und literarische Reise

Was genau in dem Buch steht, stellte Sven J. Olsson auf dem Literarischen Menüabend am vergangenen Donnerstag vor. Diese sehr beliebte kulinarische und literarische Reise wird mehrmals im Jahr von der Pinneberger Buchhandlung Bücherwurm organisiert und findet immer in Rellingen in Fabers Kleinem Gesellschaftshaus statt, in welchem Küchenchef Clemens Faber ein thematisch passendes Menü kreiert und serviert.

„Uns hat das Buch von Sven J. Olsson so begeistert“, sagte Organisatorin Meike Lympius vom Bücherwurm. „Deswegen wollten wir gern literarisch und kulinarisch auf eine Reise nach Indien gehen.“ Den Gästen gefiel es, der Abend war ausverkauft.

Drei-Gänge-Menü

Kulinarisch startete Clemens Faber mit Lachs-Tikka auf Apfel-Fenchel-Salat und führte über mariniertes Hühnchen bis hin zu Karotten-Halva. Literarisch begleitete Schriftsteller Sven J. Olsson, der das Theater des Goldenen Westens gegründet und selbst eine Schauspielschule besucht hat, mit ausgewählten Passagen aus seinem Buch, die er auf eine ganz köstliche, fulminante und zutiefst unterhaltende und einnehmende Art und Weise vortrug.

No Problem, Sir!

Es heißt „No Problem, Sir“, weil „diese drei Worte für mich typisch Indien sind“, sagte Sven J. Olsson. „Wenn Sie Tourist sind und Ihnen jemand ‚No Problem!‘ sagt, können Sie sicher sein, dass das stimmt. Doch wenn Ihr indischer Arbeitskollege in der Firma neben Ihnen immer wieder beteuert, es gäbe überhaupt gar kein Problem, seien Sie ganz sicher, Sie haben eins.“

Vortrag mit Witz und Begeisterung

Sven J. Olssons Buch, das mit eigenen Fotos bebildert ist, die eben nicht das Reiseführer-Indien zeigen, sondern eines, das der Autor selbst ge- und erlebt hat, ist in drei Schwerpunkte unterteilt: „Wie ist es, wenn man in Indien ankommt? Wie ist es, wenn man in Indien lebt? Und wie ist, wenn man dort reist?“, sagte er.

Wer es liest, den trägt Sven J. Olssons Liebe, Witz und Begeisterung für dieses Land einfach davon. Wahrlich, Indien ist mehr. Und unbedingt eine Reise wert. Und wenn auch nur in Gedanken oder mit dem Gaumen.

http://www.olsson.de

https://buecher-pi.buchhandlung.de

https://www.fabers-rellingen.de

Fotos: Birgit Schmidt-Harder, Kadera (1)

27.10.2018

Diesen Artikel teilen

Share on facebook
Share on whatsapp
Share on twitter
Share on pinterest
Share on linkedin
Share on xing
Share on tumblr
Share on print

Auch interessant

Share on facebook
Share on whatsapp
Share on twitter
Share on pinterest
Share on xing
X