Aktionstag Pinneberg macht sauber Stadtmarketing Citymanagerin Ann-Kristin Borcherding Meusel's Landdrostei Drostei
Birgit Schmidt-Harder

Birgit Schmidt-Harder

Mehr als 130 Helfer bei „Pinneberg macht sauber“

Großartiger Erfolg für den vom Pinneberger Stadtmarketing unterstützten Aktionstag „Pinneberg macht sauber“: Mehr als 130 Pinnebergerinnen und Pinneberger hatten sich gestern vor der Drostei eingefunden, um in der Zeit von 10 bis 12 Uhr ein Zeichen gegen Umweltverschmutzung zu setzen und die City zwei Stunden lang von Müll und Unrat zu befreien. Mit dabei: viele Politiker, Vertreter von Vereinen und Verbänden und bestimmt auch ein gutes Dutzend Kinder.

City von Müll befreien

„Ich freue mich riesig, dass so viele Menschen unserem Aufruf gefolgt sind“, sagte Pinnebergs Citymanagerin Ann-Kristin Borcherding. Mehr als 130 – das sind viermal so viele, wie in den vergangenen Jahren am städtischen Frühjahrsputz, der alljährlich im Rahmen der landesweiten Aktion „Unser sauberes Schleswig-Holstein“ stattfindet, teilgenommen hatten.

Sessel, Schränke, Bauschutt

Zwei Stunden lang liefen die Helfer, zum Teil mit einem Bollerwagen an der Hand, die City ab und suchten nach allem, was eigentlich in den Mülleimer gehört. Und sie wurden fündig: 40 prall gefüllte blaue Müllsäcke trugen sie vor der Drostei zu einem großen Haufen zusammen. Doch das war nur die Spitze des Müllberges. Manches, was sie fanden, war so schwer oder so viel, dass die Helfer es nicht tragen konnten: alte Sessel, Schränke, Kochtöpfe, Bauschutt, bergeweise Flaschen oder Matratzen, die an Ort und Stelle liegen gelassen, aber vermerkt wurden. „Wir haben 13 Sammelstellen rund um die City eingerichtet“, sagte Ann-Kristin Borcherding. „Und an diesen haben wir doppelt so viel Müll zusammengetragen wie vor der Drostei liegt. Diese Sammelstellen werden später von Mitarbeitern des Kommunalen Servicebetriebes (KSP) kostenfrei abgefahren, abgeräumt und fachgerecht entsorgt.“

Viel zu viele Kippen

Doch das Allerschlimmste waren gar nicht Bauschutt oder Schnapsflaschen. „Das Allerschlimmste“, sagte Helferin Christine Bartels aus Pinneberg, „waren die zahlreichen Kippen.“ Eimerweise mussten die Helfer die Zigarettenreste vom Boden klauben und zusammensuchen. „Mir fehlt dafür jegliches Verständnis“, sagte ein Helfer kopfschüttelnd. „Zigarettenkippen sind nicht nur umweltschädlich, sondern auch giftig.

Umweltschädlich und gesundheitsgefährdend

Er hat recht. Umweltschützer warnen schon seit Jahren vor den gefährlichen Folgen von Zigarettenkippen für die Umwelt und die Gesundheit. Vergangenes Jahr hatte das Bundesumweltministerium sogar vorgeschlagen, Tabakfirmen bei städtischen Reinigungskosten für Zigarettenkippen in die Pflicht zu nehmen. Neben dem Nervengift Nikotin sind in den Zigarettenstummeln zum Beispiel Arsen, Kupfer, Blei und noch hunderte andere Chemikalien enthalten. Bei Kleinkindern kann eine verschluckte Kippe bereits zu Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen.

Hundehaufen überall

Neben den vielen Kippen ärgerten sich einige Helfer besonders noch über eine Sache: „Die vielen Hundehaufen“, sagte eine Helferin. „Wir mussten sie aus dem Gras und von den Fußwegen kratzen.“ Citymanagerin Ann-Kristin Borcherding stimmte ihr zu. Sie ist selbst Hundebesitzerin und hatte Mischling Jack zum Aktionstag mitgebracht. „Ihn und bestimmt ein Dutzend Hundetüten“, sagte sie. „Ich möchte nämlich auch nicht in seine Hinterlassenschaften reintreten.“

Dank der Passanten

Um so schöner war dafür der Dank der Pinneberger Passanten. „Viele haben sich im Vorbeigehen oder Vorbeifahren bei unseren tollen Helferinnen und Helfern bedankt“, sagte Ann-Kristin Borcherding. „Das hat uns noch mehr motiviert.“

So sehr, dass die Citymanagerin im Herbst noch einen „Pinneberg macht sauber“-Aufruf starten möchte. „Wir hoffen, dann mindesten noch mal genau so viele Helferinnen und Helfer gewinnen zu können“, sagte Ann-Kristin Borcherding.

Noch ein Aktionstag im Herbst

Bestimmt, oder? Denn denen, die gestern dabei waren, hat es trotz der Arbeit und der manchmal schmutzigen Angelegenheit sehr gefallen. Und auch, dass es im Anschluss bei Meusel’s Landdrostei einen kleinen geselligen Imbiss gab. Aggi und Mario Meusel hatten für die fleißigen Helfer eine heiße Suppe gekocht und allen einen Verzehrgutschein im Wert von fünf Euro überreichen lassen.

Also: Wie sieht’s aus? Sind Sie im Herbst dabei? Ehrensache, oder?

Fotos: Ann-Kristin Borcherding (5), Birgit Schmidt-Harder

24.03.2019

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