Ausstellung Pinneberg Museum Pinneberg im Bild Ina Doggen-Below Museumsleiterin Ly Kiers Peter-Klaus Schaar Aquarelle Druck Grafik
Birgit Schmidt-Harder

Birgit Schmidt-Harder

Neue Ausstellung im Pinneberg Museum

Natürlich hat sie gewusst, dass im Pinneberger Stadtarchiv und auf dem Dachboden des Pinneberg Museums diese kleinen Schätze schlummerten. „Ich bin nur nicht vorher auf die Idee gekommen, wie großartig die Werke dieser beiden lokalen Künstler zusammenpassen können“, sagt Museumsleiterin Ina Duggen-Below und schmunzelt.

Das Damals mit dem Heute verbinden

Doch nach der Renovierung unseres kleinen, aber feinen Museums schoss ihr die Idee in den Kopf. „Ich habe nach etwas gesucht, das das Damals mit dem Heute verbindet und die Menschen dazu bringt, über unsere Stadt und ihre Erinnerungen zu sprechen“, sagt Ina Duggen-Below. „Und welche Künstler wären dazu besser geeignet als Ly Kiers und Peter-Klaus Schaar?“

Ly Kiers

Für Uneingeweihte:

Ly Kiers (1897 bis 1980) schuf zahlreiche Aquarelle von idyllischen Ecken und markanten Architekturen der Stadt. Die gebürtige Hamburgerin war wohl das, was man ein aufmüpfiges Mädchen nannte. Sie studierte – damals unerhört – gegen den Willen ihres Vaters an der Landeskunstschule Hamburg, malte fortan und stellte viele Jahre auf Ausstellungen des Hamburger Kunstvereins aus.

Peter-Klaus Schaar

Ganz anders dagegen Peter-Klaus Schaar (1941–1999). Geboren in Berlin wuchs er in Rendsburg auf und arbeitete als Grafiker und Illustrator für diverse Buch- und Zeitschriftenverlage. 1975 zog er in die Marsch in ein altes Bauernhaus und betrieb vier Galerien, eine davon in der Lindenstraße. Peter-Klaus Schaar hatte ein Herz für das alte Pinneberg, wetterte immer wieder gegen die Abrisswut der 1970er Jahre. In einer Serie von 40 Arbeiten hielt er künstlerisch Architektur fest, die schon lange aus dem Stadtbild verschwunden ist.

Werke aus 40 Jahren

„Ly Kiers Werke stammen hauptsächlich aus den 1950er und 1960er Jahren“, sagt Ina Duggen-Below. „Die von Peter-Klaus Schaar dagegen beleuchten die 1970er und 1980er Jahre.“ Und gemeinsam spannen die Werke nun einen Bogen über 40 Jahre. „All diese Bilder zeigen ein Pinneberg, das es so nicht mehr gibt“, sagt Ina Duggen-Below.

Orte, wie sie früher aussahen

Was zu sehen ist, ist mehr als interessant. Und war in dieser Gesamtheit so noch nie zu sehen. Es gibt Aquarelle von dem alten Lindenplatz, ein Bild von der Drostei, wie sie früher aussah, eines vom dem alten Bahnübergang an der Bauernmühle und auch ein Bild des Ortes, an dem sich heute der Bauspielplatz befindet.

„Wir haben auch ein Kiers-Aquarell von Schmüsers Hotel“, sagt Ina Duggen-Below und lächelt. „Die älteren Pinneberger wissen sicher sofort, wer und was das ist.“

Noch bis 10. März

Die rund 40 Werke von Ly Kiers und Peter-Klaus Schaar sind noch bis zum 10. März 2019 im Pinneberg Museum zu sehen.

Gegen Sie mal hin. Der Eintritt ist frei, aber der Förderverein des Museums freut sich über eine Spende.

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