Urte Steinberg Bürgermeisterin Pinneberg
Birgit Schmidt-Harder

Birgit Schmidt-Harder

Urte Steinberg und die Donnerstagsrede

„Erschrocken.“

„Unnötig.“

„Nicht in Ordnung.“

„Das geht zu weit.“

„Ziel verfehlt.“

„Stühle zwischen uns gestellt.“

„Rundumschlag.“

„Zutiefst erschüttert“.

„Bodenlose Frechheit.“

„Grob spaltend.“

„Bin gebügelt.“

„Gipfel der Peinlichkeiten.“

„Wie ein Selbstfindungsseminar in Worpswede.“

Oh mein Gott? Was war passiert? Beleidigung? Körperverletzung? Üble Nachrede?

Äh. Nein. Im Gegenteil. Das Einzige, was passiert war, war die Bürgermeisterin.

Urte Steinberg, parteilose Bürgermeisterin der Stadt Pinneberg und am 9. September wiedergewählt, hatte am Donnerstagabend auf der ersten Ratsversammlung im Jahr 2019 – die erste seit ihrem offiziellen Amtsbeginn am 10. Januar – eine Rede gehalten.

Nicht einfach irgendeine. Sondern eine, in der sie klar und deutlich formulierte, wie sie sich den Ton und den Umgang miteinander zwischen Politik und Verwaltung in Zukunft wünscht. Und zwar „Nicht mehr anklagend, beschuldigend, beleidigend, polemisierend, unterstellend, verallgemeinernd, schuldsuchend und die Verantwortung auf andere übertragend. Sondern freundlich, zugewandt, verständnisvoll und wertschätzend. Und einander helfend. Nach vorne gerichtet.“

Sie garnierte das Ganze mit einigen Beispielen. Und während sie sprach, wurde die Ratsversammlung immer leiser, starrer, mancherorts leichenblass, andernorts puterrot mit hier und dort hervorblitzendem, verständnisvollem Grinsen.

Urte Steinberg sprach davon, dass natürlich nach sechs Jahren nicht alles optimal laufe in der Verwaltung. Dass Luft nach oben sei. Dass Abläufe und Verhaltensweisen, die sich über Jahrzehnte eingeschliffen hätten, sich nicht von heute auf morgen, sondern nur Stück für Stück abstellen und verändern lassen. Aber dass eben auch offene Briefe, Mails mit großem Verteiler, verbale Entgleisungen, sexistische Äußerungen, verletzende Verallgemeinerungen, Durchstechungen an die Presse und das Benutzen des Bürgermeisteramtes oder die Person selbst als Prellbock weder motivierend noch zielführend noch sachdienlich seien.

Musste das sein? In der öffentlichen Ratsversammlung?

Seit sechs Jahren werden die Bürgermeisterin selbst und ihre Mitarbeiter manchmal massiv und weit unter der Gürtellinie angegriffen. An genau diesem Ort. Oder in Ausschüssen. In genau dieser Öffentlichkeit. Ein Blick ins Zeitungsarchiv reicht. Eine einfache Google-Suche auch.

Tja. Und nun? Sagt sie auch mal was? Na, auweia.

Urte Steinberg selbst sagt es so: „Kommunikation ist keine Einbahnstraße.“ Oder anders: Wer austeilt, muss auch einstecken können. Es ging nicht pauschal gegen alle. Wer genau zuhörte, konnte „der eine oder andere“, „manche“ und „einige“ deutlich vernehmen.

Ich habe eine Bürgermeisterin gesehen, die sich wie eine Löwin vor ihre Mitarbeiter gestellt und die die Kommunikations- und Verhaltensregeln für die nächsten sechs Jahre festgezurrt hat.

Sind viele Ratsmitglieder jetzt stocksauer? Empört? Wütend? Na sicher. Niemand hört gern Kritik. War sie berechtigt? Nun, wer selbst kritisiert, muss der Gegenseite das gleiche Recht zugestehen. Und um Ratsherr Werner Mende (FDP) zu zitieren: „Es geht um den Ton. Vielleicht sollten wir mal darüber nachdenken, was das darüber aussagt, wenn die Bürgermeisterin so spricht.“

Aber machen Sie sich selbst ein Bild. Weiter unten finden Sie die Rede von Urte Steinberg ungekürzt und im Original.

Die Rede der Bürgermeisterin Urte Steinberg in der Ratsversammlung vom 28.02.2019

Urte Steinberg Bürgermeisterin Pinneberg

„Sehr geehrte Frau Bürgervorsteherin,
sehr geehrte Mitglieder der Ratsversammlung, sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sehr geehrte Pinnebergerinnen und Pinneberger, verehrte Gäste und Vertreter der Medien,

dies ist heute ein ganz besonderer und zugleich normaler Tag für meine Familie, Freunde, Unterstützer und mich.

Normal, weil – wie sonst auch – heute eine Ratsversammlung stattfindet, an der ich teilnehme. Ganz besonders, weil dies nach meiner Wiederwahl und Vereidigung in 2018 heute die erste Ratsversammlung in meiner neuen Amtszeit ist.

Ich hoffe und es ist mein Ziel, dass Sie – und zwar möglichst viele von Ihnen – nach meiner zweiten Amtszeit sagen werden:

Zusammen mit allen Verantwortlichen hat sie unsere Stadt nach vorn gebracht, die Finanzen geordnet, den Sanierungsstau in den Schulen und auch anderen Bereichen zu großen Teilen beseitigt, neue Impulse gesetzt und die Verwaltung zukunftsorientiert aufgestellt.

Wie ich es in der Vereidigungsformel im letzten Jahr zum Ausdruck gebracht habe, will ich mich mit ganzer Kraft zum Wohle der Stadt Pinneberg, ihren Einwohnerinnen und Einwohnern einsetzen.

In vertrauensvoller Zusammenarbeit mit Ihnen, den Verantwortlichen in der Stadt Pinneberg, bin ich sicher, dass wir alle Chancen Pinnebergs für und in der Zukunft nutzen werden.

Pinneberg hat eine sehr günstige Lage, nahe am Flughafen, vier Autobahnabfahrten, zwei Bahnhöfe, einen Busbahnhof und unsere Stadt liegt mitten im Kreis Pinneberg und in der Metropolregion der Schwarmstadt Hamburg.

Dabei ist Pinneberg sehr grün, überzeugt durch vielfältige Angebote im Sport und in der Kultur sowie mannigfaches ehrenamtliches Engagement.

Herzlichen Dank an meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die trotz schwieriger Rahmenbedingungen in den letzten sechs Jahren neben dem Tagesgeschäft unglaublich viele Projekte und Maßnahmen gestemmt haben.

Und ich danke allen sehr, die sich projektmäßig oder seit vielen Jahren in ihrem Verein, in ihrer Institution oder in ihrer Partei ehrenamtlich und mit großem Zeitaufwand engagieren. Hut ab vor dieser Leistung! Ich bin sehr stolz darauf, was in den letzten sechs Jahren und natürlich auch davor alles geleistet wurde.

Trotzdem gibt es noch viele Themen, die schlichtweg abgearbeitet werden müssen, um in Pinneberg wieder a jour zu sein. Zwei Themen habe ich vorhin schon angesprochen: Finanzen und Schulen. Anderes gilt es auch noch aufzuarbeiten. Dabei müssen in der Zeit nach dem Rettungsschirm fehlende Finanzen und damit notwendige Kredite politisch weiterhin abgewogen werden – im Verhältnis zu dem Zustand, der für Pinnebergerinnen und Pinneberger normal sein sollte. Wir brauchen mehr Kitas, ein drittes Feuerwehrhaus, gute Sportstätten, ein Kulturzentrum und bessere Rad- und Fußwege sowie Straßen, um nur einige Beispiele zu nennen. Beim Innenministerium werde ich dafür kämpfen, dass uns die notwendigen Kredite dafür zur Verfügung gestellt werden.

Hinzu kommen andere Themen wie Bürgerservice übers Internet, mehr Angebote für Kinder, Familien oder Senioren, bezahlbarer Wohnraum und noch bessere Bedingungen für die Nutzung des ÖPNV und des Fahrrads.

Also jede Menge Themen, Bereiche und Herausforderungen, die wir zusammen erfolgreich angehen sollten.

Und jetzt folgt ein ganz anderes Thema. Da ist es an der Zeit – wie ich finde –, Klartext zu reden.

Jeder macht Fehler. Wir sind Menschen. Meine Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und ich arbeiten nach Kräften. An manchen Stellen über die eigenen Grenzen hinaus. Und doch: Es ist noch nicht alles optimal. Strukturen und Prozesse müssen weiter angepasst werden. Wie man so schön sagt: Es ist noch Luft nach oben.

Jede und jeder gibt sein Bestes. Krankheiten schlagen zu, mal kürzer, mal länger. Das ist von den Anwesenden aufzufangen. Dazu kommt der Fachkräftemangel, der dazu führt, dass nicht jede freie Stelle sofort besetzt werden kann. Auch das ist von den vorhandenen Kolleginnen und Kollegen aufzufangen.

Ja, und es ist auch nach sechs Jahren noch nicht alles super! Aber wir arbeiten daran. Seien Sie sicher, wir haben Sie, die Politik und die Bürgerinnen und Bürger immer im Blick. Wir als Verwaltung möchten gut arbeiten und eine optimale Zusammenarbeit, auch wenn noch nicht alles klappt. Die Rahmenbedingungen waren in den letzten sechs Jahren nicht immer rosig. Sanierungsstau, Rettungsschirm, zu wenig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, steigende Anforderungen, neue gesetzliche Vorgaben, um nur einige Beispiele zu nennen.

Hier wünsche ich mir mehr Verständnis. Was sich über Jahrzehnte an Abläufen und Verhaltensweisen eingeschliffen hat, lässt sich nicht von heute auf morgen verändern und abstellen, sondern nur Stück für Stück.

Und nun möchte ich mich noch einem dritten Thema zuwenden.

Denn noch eines sollten wir gemeinsam und zusammen angehen. Unbedingt. Und dringend.

Unseren Umgang miteinander. Untereinander. Oder manchmal übereinander.

Wenn ich mir ganz persönlich etwas für diese meine zweite Amtszeit wünschen darf – und ich finde, das darf ich – dann wünsche ich mir: Lassen Sie uns alle ab heute stets respektvoll miteinander umgehen!

Nicht mehr anklagend, beschuldigend, beleidigend, polemisierend, unterstellend, verallgemeinernd, schuldsuchend und die Verantwortung auf andere übertragend.

Sondern freundlich, zugewandt, verständnisvoll und wertschätzend. Und einander helfend. Nach vorne gerichtet.

Ich sage Ihnen auch warum. Weil alles andere überhaupt nichts bringt und unproduktiv ist. Und nur elendig viel Zeit kostet und verschwendet. Und Nerven! Für alle Beteiligten.

Ich weiß, dass der oder die eine oder andere in der Vergangenheit gern offene Briefe oder Mails mit großem Verteiler geschrieben hat.

Oder es gibt einige, die zu vielen Gelegenheiten geschimpft haben. Am liebsten per Mail, am besten am Wochenende, so dass meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dann gleich zu Arbeitsbeginn am Montag mit negativen Gefühlen beginnen zu arbeiten oder mit gemischten Gefühlen in eine Sitzung gehen.

Auch wird meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zuweilen unterstellt, dass sie keine Lust haben zu arbeiten oder Ausreden erfinden. Oder es gibt verbale Entgleisungen. Auch sexistische Äußerungen waren dabei. Das muss nicht sein. Und das ist auch nicht gerade förderlich für die Zusammenarbeit sondern erzeugt Frust – zumindest in der Verwaltung.

Verallgemeinerungen wie „die Verwaltung macht nie“ oder „die Verwaltung macht das immer falsch oder arbeitet unzureichend“ sind einfach nur verletzend. Möchten Sie das hören?

Oder mir wird die Verantwortung für alles übertragen, obwohl ich weder die Ratsversammlung ersetze, auch kein Stimmrecht in der Ratsversammlung habe, schon gar nicht seit Übertragung des Stadtrechtes vor über 125 Jahren im Amt bin, sondern nur Leiterin der Verwaltung für jetzt zwei Amtsperioden bin.

Oder es wird der eigene Unmut an die Presse weitergegeben. Weil er oder sie sich geärgert hat. Vielleicht sogar maßlos. Oder völlig anderer Ansicht war. Licht ins Dunkel bringen wollte. Er oder sie sich hinter- oder umgangen gefühlt hat. Oder die Fraktion Druck gemacht hat.

Für manches habe ich Verständnis. Für anderes überhaupt nicht. Zielführend ist es jedenfalls nicht. Und für das Image der Stadt ist es auch nicht zuträglich.

Für meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter war und ist es zudem nicht gerade motivierend. Besonders dann nicht, wenn die sogenannte „Schuld“ woanders lag. Sie haben darunter gelitten und leiden weiter leise still vor sich hin. Es ist auch nicht gerade leicht, nach einer Sitzung, in der es gefühlt nur von verbalen Angriffen so hagelt, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu motivieren, das Gesagte abzuschütteln und weiter zu machen. Da läuft jede noch so gut gemeinte Personalbindungsmaßnahme ins Leere. Und neue Mitarbeiter zu akquirieren, wird immer schwieriger, wenn Fehler über die Zeitung angeklagt werden. Der Ton macht nämlich die Musik.

Und ich bin parteilos. Warum soll ich also parteipolitisch denken? Mir geht es um die Sache.

Und dem einen oder der anderen sei gesagt, ich bin nicht für alles verantwortlich, auch wenn mir scheint, dass ich als Person oder das Amt gern als Prellbock für alles genommen werde.

Gern möchte ich an dieser Stelle Herrn Amsberg, Redakteur beim Tageblatt, zitieren, der in einem anderen Sachzusammenhang ähnlich formulierte: „Der (gemeint war der Debatteneinstieg) diente weder der Sache noch dem Ansehen der Politik.“

Im Abendblatt war letztes Wochenende sinngemäß Folgendes von Hajo Schumacher, ebenfalls Redakteur, zu lesen:

Worte können Waffen sein. Ist das wirklich die Absicht des Absenders oder hat er sich nur gerade emotional nicht im Griff, wenn er oder sie einen raushaut?

In anderen Kommunen – gar nicht weit weg – arbeiten alle zusammen an einem positiven Image der Stadt. Denn Selbstverwaltung und Verwaltung sollen gemeinsam zum Wohle ihrer Kommune tätig sein.

Hier in Pinneberg scheint mir das manchmal nicht der Fall zu sein. Hier wird oftmals das eigene Ego in den Vordergrund gestellt oder auch bewusst in Kauf genommen, dass die Stadt schlecht aussieht, und das nur um einen persönlichen Vorteil zu erreichen.

Oder es werden Emotionen raus gelassen. Das dient der Sache nicht, steht dann aber in der Zeitung. Ist das gut für die Stadt? Warum das so ist, habe ich auch nach sechs Jahren immer noch nicht begriffen. Und ich werde mich auch nicht daran gewöhnen.

Doch ich verspreche Ihnen hier und heute:

Die Bürgermeisterin – also ich – Ihre Bürgermeisterin – weiß, was Sie alle für Pinneberg tun! Ich schätze Ihre Arbeit, Ihre Fachkenntnis und Ihr Engagement sehr! Ich bewundere Sie dafür! Und viele von Ihnen haben mir und damit unserer Stadt sehr oft, sehr viel und manchmal auch in letzter Sekunde geholfen. Dafür danke ich Ihnen! Sehr ! Das werde ich Ihnen niemals vergessen!

Was ich aber gar nicht schätze, sind Attacken von hinten herum. Das finde ich stillos. Und nötigt mir leider gar keinen Respekt ab

Bitte lassen Sie uns diese Verhaltensweisen ad acta legen. Lassen Sie uns neu beginnen. Das ist mein allergrößter Wunsch.

Dafür verspreche ich Ihnen im Gegenzug: Wenn Sie anderer Meinung sind, werde ich das respektieren. Und ich verspreche Ihnen hier und heute, ich werde ein offenes Ohr haben und mir Ihre Bedenken anhören.

Wenn Sie mit mir direkt sprechen. Und nicht über drei Ecken mit jemand anderem.

Rufen Sie mich an. Schreiben Sie mir. Mailen Sie mich an. Sprechen Sie mich an. Sie wissen, wo ich zu finden bin.

Allerdings kann ich Ihnen nicht versprechen, dass ich Ihre Bedenken immer annehmen, teilen und sofort umsetzen kann und werde.

Denn auch Sie müssen bitte verstehen, dass ich manchmal anderer Ansicht bin und nur ein Mensch bin.

Es ist meine Aufgabe, die Verwaltung im Sinne der Stadt zu führen. Und nicht die Ansichten Einzelner umzusetzen. Und ich denke, dass Sie alle genau wissen, was ich damit meine.

So wie ich Ihre Meinung respektiere, respektieren Sie bitte meine.

Das wünsche ich mir von Ihnen für meine zweite Amtszeit. Denn ich habe nicht die Zeit, auf persönliche Befindlichkeiten oder Eitelkeiten einzelner Rücksicht zu nehmen. Das entspricht auch nicht meiner Persönlichkeit.

Und lassen Sie uns bitte miteinander reden anstatt übereinander.

Denn in dieser Stadt gibt immer noch viel zu tun. Sehr viel!

Mir geht es um die Zukunft unserer Stadt. Ihnen doch auch!

Es ist mir bitter ernst. Wir alle machen Fehler. Seien Sie gnädiger uns, der Verwaltung, gegenüber. Und reden wir mit der/dem anderen.

Und ich wünsche mir nichts mehr, als mit Ihnen allen konstruktiv, nach vorne schauend und zusammen, Pinneberg zu gestalten. Für ein besseres Image, für ein positives Image.

Getreu dem Motto:

Gemeinsam. Für Pinneberg.

Ich danke Ihnen allen fürs Zuhören und allen, die mich gewählt und/oder unterstützt haben, für Ihr Vertrauen.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.“

Foto: Urte Steinberg

02.03.2019

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