Verkaufsoffener Sonntag Pinneberg April 2019 Fahrradfrühling 130 Jahre DRK Ortsverein Pinneberg Citymanagerin Ann-Kristin Borcherding
Birgit Schmidt-Harder

Birgit Schmidt-Harder

Verkaufsoffener Sonntag in Pinneberg

Rundum gelungen – das war der erste verkaufsoffene Sonntag unter der Federführung von Pinnebergs Citymanagerin Ann-Kristin Borcherding. 19 Aussteller rund um das Thema „Fahrradfrühling – Bewegung und Zukunftsmobilität“ hatte sie von 13 bis 18 Uhr gewinnen können, die von sechs Food- und Getränke-Ständen unterstützt wurden.

Mehr Besucher als sonst

Unter den Ausstellern waren unter anderem der ADFC, das Start-up Bane Bikes aus Appen, Zweirad Petersen aus Halstenbek, Voltrad aus Ellerhoop und natürlich der DRK (Deutsches Rotes Kreuz) Ortsverein Pinneberg, der zeitgleich sein 130-jähriges Bestehen feierte, vertreten. Die vielen Vereine und Firmen informierten über Tourenangebote, Ausflugsziele, Gesundheit, Fitness, Ernährung, die anstehende Klima-Aktion Stadtradeln und stellten neue Fahrradtrends sowie E-Bikes vor. „Die große Anzahl der Aussteller ist das Resultat unseres neuen erweiterten Konzeptes zum verkaufsoffenen Sonntag“, sagte Citymanagerin Ann-Kristin Borcherding. „Das Ergebnis gibt uns recht: Es ist uns gelungen, mehr Menschen als sonst in die City zu locken – und zwar generationsübergreifend. Grob geschätzt hatten wir circa 4500 Besucher. Das sind um die 15 Prozent mehr als in den Vorjahren, was mich sehr freut. Ich bedanke mich bei allen Kooperationspartnern und natürlich dem DRK Ortsverein Pinneberg für sein großes Engagement und die tolle Unterstützung.“

Geschicklichkeitsparcours und Waschanlage

Der Tag begann mit ein bisschen zu viel Regen, der sich aber im Laufe des Nachmittags verdrückte und der Sonne Platz machte. Und mit einem üppigen Frühstück bei Cero Coffee. In und vor der Rathauspassage hatte der DRK Ortsverein Pinneberg schon zahlreiche Einsatzfahrzeuge aufgebaut und zeigte von der Rädertrage „Handmarie“ über den Unimog bis hin zur modernen Sanitätsstation sein Einsatzspektrum, während vor der Drostei unter anderem ein Fahrrad-Geschicklichkeitsparcours, eine Codierungsstation und eine Fahrradwaschanlage entstanden. Die Aussteller zeigten den vielen Citybesuchern auf, was die Zukunft in Sachen Rad-Mobilität bereithält und was es in Sachen E-Bike oder E-Roller gerade so Neues gibt.

130 DRK Ortsverein Pinneberg

Wer genug gesehen hatte, konnte nach Herzenslust shoppen gehen. Schon vor der Öffnung der Geschäfte um 13 Uhr fand allerdings in den Räumen der Sparkasse Südholstein in der Rathauspassage der Jubiläumsempfang des DRK Ortsvereins Pinneberg statt. Der Vorstand, Edeltraud „Susi“ Wohlers (2. Vorsitzende), Christin Klenzendorf und Schatzmeister Jürgen Keßler begrüßten die vielen Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verbänden. „Ich wünschte, wir hätten einen 1. Vorsitzenden“, sagte Susi Wohlers in ihrer Begrüßungsrede. Doch den gibt es zurzeit leider nicht. „Deswegen müssen Sie mit mir Vorlieb nehmen.“

Das DRK-Motto „MUNUFEU“

Was man mehr als gern tat. Susi Wohlers gilt als Erfinderin der „Wundertüte“, des ersten Rotkreuz-Shops im Kreis Pinneberg an der unteren Dingstätte. „Wissen Sie, was ‚MUNUFEU‘ bedeutet?“, fragte sie mit einem Lächeln. „Es ist unser Motto: M steht für Menschlichkeit, U für Unabhängigkeit, N für Nachwuchs, das zweite U für Überparteilichkeit, F für Freiwilligkeit, E für Einheit und das dritte U für Universalität.“

Fest verankert

Pinnebergs Bürgervorsteherin Natalina di Racca-Boenigk (CDU) fasste es anders zusammen: „Es ist leichter, einen Tiger im Gebirge zu finden, als einen hilfsbereiten Freund“, sagte sie. „Und der hilfsbereite Freund ist in diesem Fall das Deutsche Rote Kreuz. Und es ist mit seinen vielen Angeboten vom Blutspendedienst über die Wundertüte bis hin zu unserem DRK Treffpunkt hier in Pinneberg fest verankert in der Gesellschaft.“

Von Mensch zu Mensch

Der Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann (SPD) ergänzte: „Ihr ehrenamtliches Engagement von Mensch zu Mensch hatte bis heute viele Bewährungsproben zu bestehen. Geben Sie diesen Gedanken weiter. Von der Jugend an sollte er gelebt und gepflegt werden. Wir leben nicht für uns allein, sondern mit anderen zusammen.“

Leben retten

Und Landrat Oliver Stolz, qua Amt Leiter des Katastrophenschutzes, bedankte sich für die 130 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit. Seit 1973 ist das DRK in den Katastrophenschutz mit eingebunden. „Sie sind unsere schlagkräftigen Einheiten, die wir gern im Bedarfsfall in Beschlag nehmen. Denn Sie können Leben retten.“

Fotos: Birgit Schmidt-Harder

01.05.2019

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